Chanson

Der Chanson entstand ungefähr im 16. Jahrhundert, zeitgleich etwa mit dem so genannten Vaudeville, der frühen Form eines Schlagers. Der Chanson gilt auch als Vorform der Monodie. Dabei handelt es sich um ein Lied, das nur mit Akkorden begleitet wird. Das Wichtigste daran ist der Gesang. Im absolutistischen Frankreich galt der Chanson als Möglichkeit, eine Gemeinschaft zu finden und zu bilden. In der Komischen Oper, der Opéra comique, war der Chanson im 18. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil.

Ab ungefähr dem 19. Jahrhundert wurde der Chanson zum einem internationalen Kabarett- und Schlagerlied. Das geschah, als sich die so genannten Music Halls entwickelten. Diese wiederum entstanden, weil an den Theatern in Paris keine öffentlichen Darbietungen mehr gezeigt werden durften. So entwickelte sich nach und nach der moderne Chanson, bei dem die Bühnenhandlung keine Rolle mehr spielt. Das stellt einen Gegensatz zur Arie in der Oper dar und auch zum Operettenschlager. Der Chanson wird nicht mehr opernhaft gesungen und es gibt auch keinen Chor mehr, der dem Lied die „Fülle“ gibt.

Die Entwicklung des Chansons ist zudem mit den Möglichkeiten der Musikverbreitung verbunden. Im 19. Jahrhundert beispielsweise druckten Musikverlage Einzelausgaben von Chansons und verkauften diese. Im 20. Jahrhundert wurden weniger Noten verkauft und das Grammophon gewann an Bedeutung. Damit war es nun möglich, eine bestimmte Interpretation eines Chansons aufzunehmen und sozusagen zu konservieren – der Vermarktung waren damit keine Grenzen mehr gesetzt. Der Chanson wurde zudem unabhängig von einzelnen festen Aufführungsorten, da sich der Hörfunk weiter entwickelte und neue Verbreitungsmöglichkeiten bot. Heute allerdings hat der Chanson an Bedeutung verloren, denn Kino und Fernsehen haben dazu beigetragen, diese Musikrichtung zurückzudrängen. Bekannte deutsche Vertreter des Chansons der 1970er sind etwa Hildegard Knef oder der frühe Reinhard Mey.

Ein gut verarbeitetes Holzschaukelpferd kann zu einem Hingucker werden, nicht nur im Kinderzimmer. Auch in französischen Cabarets und Restaurants findet man es als Deko-Gegenstand. Bei geschwungene Kufen und kunstvoll gefertigte Sättel oder Mähnen aus echtem Pferdehaar können dem Objekt viel Ausdruck verleihen.